21.04.2015 20:51

Since I started this blog, my life took some unexpected turns, which would eventually result in me living in a country on the other side of the world. It is kind of rare to meet people speaking German around here, and even if I do, it's not like I would to hang out with everybody who's a German, just because he or she is a German. Just walk down a random street in Germany and see how many people you want to be friends with, and you'll get the idea.

Therefor, my daily life is pretty much a mix of English and Japanese, with the only input of my mother tongue being a handful of blogs and news sites I'm reading, and the occasional rudimentary conversation when my fiancee is trying to brush up on her German skills.

Now, I do enjoy using my mother tongue, and I will probably never reach a level of fluency in another language where I would feel as comfortable and sure about the most minute nuances of every word I use, but on the other hand, if I didn't want the people around me to be able to read this, I might as well write a private diary.

Thus, starting from now, I'll switch to English here, which probably isn't a problem for my highly educated German readers anyway, except maybe for my mother (Verzeihung, Mama!).

In other news, while my eyesight didn't really take a turn for the worse, or a turn anywhere for that matter, it seems like I reached an age where I find it more comfortable to read bigger fonts, so I tweaked the fonts and picture sizes here a bit. While the old pictures now look like I scraped them from a Geocities site and scaled them up to fit here, I can render out the new ones at a slightly higher resolution, and the text doesn't look like I'm trying to write a novel on the back side of a postage stamp.

We'll return to our regular programming now.

06.04.2015 19:00

Bei allen Vorzügen, die eine Megapolis wie Tokio zu bieten hat, eines ist hier relativ schwierig - aus der Stadt herauszukommen. Wir wohnen extrem zentral, was es einfach macht, sich in der Stadt zu bewegen. Allerdings führt das auch dazu, daß in jede Himmelsrichtung die nächsten 50km komplett betoniert sind. Egal, ob man in Richtung Chiba, Miura oder Saitama fährt, mit fast jedem Verkehrsmittel ist man gut zwei Stunden unterwegs, bevor man Bäume sieht, die nicht von einem Landschaftsarchitekten an genau die Stelle, in der sie sich befinden, eingeplant wurden. Dann allerdings hören die Häuser relativ abrupt auf, und man ist plötzlich allein.

Guckt man sich Tokio auf einer Reliefkarte an, wird auch relativ schnell klar, warum die Besiedlung in den Randgebieten so scharf abgegrenzt ist - Japan ist entstehungsbedingt ein Land voller Berge, und die Besiedlung hört dort auf, wo die ersten Bergketten anfangen:


View Larger Map

Naturgemäß zieht es also alle, die eine Auszeit von den bedrängten Städten suchen, in die Berge, und entsprechend sind sowohl Berg-, als auch Radwanderungen verhältnismäßig populär.

Iriyama Touge ist einer der leichter zu erreichenden Bergpässe, ist für Autos gesperrt und dadurch ideal, um eine kurze Verschnaufpause zu bekommen. Der Preis, den man dafür bezahlt, sind von Minato-ku aus gut 140km Gesamtstrecke, wobei immerhin der größte Teil innerhalb der Stadt den Flußufern folgt:

Vom Osten Berlins aus könnte man bei der selben Strecke nach Frankfurt/Oder und zurück, von München wäre es kurz über die Grenze nach Österreich und zurück. Nur mit dem Unterschied, daß die Häuser zwischendrin nicht aufhören, dafür aber ungefähr ab Fürstenwalde bzw. Otterfing das Land günstig genug wird, daß dort die ersten großen Baumärkte und Industrieparks zu sehen sind.

03.12.2013 19:39

Schwarzweissfotos von einer Frau aus Portugal, aufgenommen im Rest der Welt. Leider mit einer Demonstration, dass man mit Text zum Bild im Grunde nur verlieren kann, aber dafür sind die Bilder erfrischend roh und mit einem seltsam unklaren, aber doch vorhandenen Narrativ verknüpft. Rest hier und hier als Buch.

26.08.2013 10:00

Headliner oder was?

18.08.2013 12:40

Gestern ist mir ein Bild durch den Reader gescrollt, das die Landekapsel der Gemini 8 Mission kurz nach der Landung zeigt:

Armstrong and Scott with Hatches Open

Mal ehrlich, mit mir hätte es nie ein Weltraumprogramm gegeben. Die Kapsel hat ein Nutzvolumen von 2.55m2, das sind 0.5m2 weniger als in einer Standard Dixi-Toilette. Da setzen sich also 2 Typen in eine Kapsel, die kleiner ist als eine Dixi, fliegen ein paarmal ungebremst um die Erde, und lassen sich dann wieder fallen in der Hoffnung, dabei nicht zu verglühen. Und nur um es noch ein bisschen aufregender zu machen, zeigen die Fenster natürlich nach hinten:

Das ist mir glaube ich ein wenig zu aufregend.