Die Story ist so unglaublich bezeichnend für den Zustand im Prenzlauer Berg, daß ich mal auf den Tagesspiegel linken muss: dem Knaack-Club droht die Schließung. Und zwar nicht, wie bei jeder anderen vernünftigen Clubschließung auch, weil sie kein Geld mehr haben oder sich die Besitzer zerstritten haben, sondern weil sich Zugezogene im Hinterhof eingenistet haben:
Vergangenes Jahr wurde im Hinterhof ein Gebäude mit Eigentumswohnungen errichtet, das direkt an den Club grenzt. Dessen Bewohner fühlen sich von der lauten Musik, insbesondere vom Vibrieren der Bässe gestört.
So viel Ignoranz finde ich ja schon anmaßend - es ist ja nicht so, daß der Club da erst seit kurzem steht, und daß vorher nicht klar war, daß da nunmal Musik gespielt wird.
Dieser schwäbische Kulturimperialismus kotzt mich jedenfalls massiv an.